Bericht von der öffentlichen Arbeitssitzung der FWL* am 01. Oktober 2015

Nach der Begrüßung der Besucher durch Heinz Schneider gaben die FWL*-Gemeinderäte/-innen einen Rückblick auf die Themen seit der letzten FWL*-Arbeitssitzung im April 2015. Kreisrat Werner Möhrer und Gemeinderat Marcel Gauger informierten über die Herausforderungen der Gemeinde durch die Asylsuchenden. Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Daher wird das Landratsamt die Zahl der aufzunehmenden Menschen in Löchgau weiter erhöhen. Die FWL* Gemeinderäte setzen sich für die Unterbringung von Familien ein. Lieber jetzt Bereitschaft zeigen als in 2016 die Zuweisungen annehmen zu müssen.  Es ist unsere humanitäre Verpflichtung Menschen in Not zu helfen.

Die Verkehrssituation war das Hauptthema und wurde lebhaft diskutiert. Ein Kreisverkehr am Ortseingang von Erligheim kommend würde das Tempo in der Erligheimer Straße reduzieren und auch die Einfahrtmöglichkeiten der Nebenstraßen erhöhen.

Birgit Griesinger informierte vorab über den Lärmaktionsplan, der in der nächsten GR-Sitzung behandelt wird. Es wurde von den Besuchern die Pflicht des Gemeinderats zum Schutz der Bürger eingbracht.

Meike Nägele äußerte Verständnis für die Belastungen der Anwohner der L 1107. Deshalb gelte es die Nutzung von Schwersttraktoren mit 40 Tonnen Gesamtgewicht auf den Feldwegen und im Ort zu prüfen. Es wurde auch eine mögliche Tempobeschränkung auf
70 km/h durchgehend zwischen Löchgau und Erligheim angesprochen. Weiter wurde angeregt eine zweite Anlage für die Verkehrsüberwachung anzuschaffen.

Wenig Verständnis wurde für den Bau einer Biomüllvergärung in Bietigheim-Bissingen entgegengebracht. Die Zu- und Abfuhr der „Biomasse“ würde zu einem großen Teil über die Ortsdurchfahrt Löchgau gehen. Eine solche Anlage gehört in ein Industriegebiet mit einer Verkehrsanbindung ohne Ortsdurchfahrten.

Thomas Weller sprach fehlende Bauplätze und Möglichkeiten für den Bau von Eigentumswohnungen an, erste Gespräche mit Eigentümern südlich des Tulpenweges hätten stattgefunden.

Nach einer angeregten Aussprache beendete der Vorsitzende die öffentliche Arbeitssitzung mit dem Versprechen der FWL*-Gemeinderäte/-innen  sich für die eingebrachten Themen  einzusetzen.

Heinz Schneider


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